Margit Melcher Aikido - das dojo


 

Mein Aikido-Werdegang

Margit

Schon als Kind wollte ich immer "so was japanisches" lernen - und ich wußte, Judo (das damals in jedem Ort präsent war) meinte ich nicht. Erst während meines Studiums fand ich dann, was ich suchte - AIKIDO. Mich faszinierte die Art der spiralförmigen Bewegungen, das Konzept, die Energie des Angreifers zu benutzen, die Philosophie dahinter und die Tatsache, dass es keine Wettkämpfe gab.

Nach 2 Jahren Training bei Ronny Karnik machte ich eine 7jährige Babypause und fand danach (da es damals kein Training beim alten Verein ohne Studentenausweis gab) das Training in der VHS Brigittenau bei Gert Pöckl.

Endo Shihan lernte ich dabei schon kennen, da Gert mich bat, ihn bei der Fahrt mit Endo Shihan, den er von Wien nach Linz bringen sollte, zu unterstützen. Und diese Fahrt und das anschließende Seminar änderte alles - Ich war fasziniert und wußte tief in mir, dass ich jenen Lehrer, von dem Gert sagte, dass ich ihn suchen müsste, wenn ich einmal meinen ersten Dan gemacht hatte, bereits gefunden hatte. Ich wollte mehr trainieren und folgte Gert auch ins Budocenter und damit ins Meiyukai Dojo Wien.

Seit damals sehe ich Endo Shihan mehrmals im Jahr und organisiere seitdem auch seine Seminare in Wien.

Der Namen unserer Gruppe - SenShinKai, stammt von ihm. Nashi-Dojo sagten meine Schüler zum Ort wo wir trainierten, da sich das Tor zum Dojo hinter einem Nashi-Baum verborgen hatte.

Nashi

Gert hat mir im Meiyukai die Möglichkeit geboten zu unterrichten - was meiner Meinung nach wichtig ist, wenn man sich wirklich weiterentwickeln will im Aikido. 2006 hat einer der dortigen Schüler (Thomas Lukasser) aufgrund von unregelmäßigem Training aus beruflichen Gründen gefragt, ob es möglich wäre bei mir privat unterrichtet zu werden, da ich zu Hause in einem ehemaligen Stall einen Übungsraum für mich und meinen Lebensgefährten eingerichtet hatte. Da mit der Zeit immer mehr Schüler dazugekommen sind und nach einem ersten Lehrgang mit Matti Joensuu haben wir das Dojo 2015 renoviert  ...

Seit 2017 sind wir Mitglied bei Kimusubi Dojos http://www.kimusubi.com

Seit Herbst 2018 ist das Dojo hier untergebracht:

Sporthalle Per-Albin Hansson Ost
Kurt Kucera Halle
Jura Soyfer Gasse 3
A-1100 Wien

Wir trainieren jeden Freitag ab 19 Uhr!

Zusätzliche Trainings gibt es in privaten Räumlichkeiten sowie manche Wochenenden in Villach.

Was wir zum Namen SenShinKai gefunden haben:

Senshinkai und die Fünf Geister des Budo
von Norm Robitza, 18. November, 2012 
  https://senshin-mind.blogspot.co.at/2012/11/senshin-and-five-spirits-of-budo.html
  http://mountallison.maritimeikd.com/senshin/?page_id=24


Ich wurde gefragt, was Senshin bedeutet und ich habe folgendes gefunden:

Senshin ist einer der fünf Geister des Budo. Die folgenden Informationen wurden aus einem Artikel von Dan Penrod übernommen, der Aikido in den USA unterrichtet. 


Die fünf Geister des Budo sind:

  • Shoshin: (初心) Anfängergeist
  • Zanshin: (残心) Bleibender Geist
  • Mushin: (無心) Nicht-Geist
  • Fudoshin: (不動心) Entschlossener Geist
  • Senshin (先心) Veredelter Geist

Diese sehr alten Konzepte werden im modernen Kampfsport großteils ignoriert. Die Schüler, die sich die Zeit nehmen, um diese Lektionen zu verstehen, werden zu starken und kompetenten Kampfsportlern und Menschen heranreifen. Jenen Schülern, die sich die Zeit nicht nehmen, um sich mit diesen Lektionen vertraut zu machen und sie anzunehmen, wird im Training und im Leben immer etwas fehlen.

Shoshin

Der Zustand des Shoshin ist der des Anfängergeistes. Er ist der Bewusstseinszustand, der immer völlig wach, achtsam, und darauf vorbereitet ist, Dinge das erste Mal zu sehen.  Die Haltung des Shoshin ist entscheidend für das ununterbrochene Lernen. O-Sensei sagte einmal, “Erwartet nicht, dass ich Euch unterrichte. Ihr musst die Techniken selbst stehlen.”  Schüler sollten in jeder Trainingseinheit eine aktive Rolle spielen und mit einem Shoshin-Geist sehen, um die Lektion der Einheit zu stehlen.

 

Zanshin

Der Zanshin-Geist ist der Zustand des bleibenden oder weilenden Geistes.  Er wird oft als Zustand dauerhafter und erhöhter Aufmerksamkeit und Konsequenz beschrieben.  Allerdings ist wahrer Zanshin ein Zustand des Fokus und der Konzentration vor, während und nach der Ausführung einer Technik, wobei die Verbindung zwischen Uke und Nage erhalten bleibt. Zanshin ist die Geisteshaltung, die es uns ermöglicht, nicht nur mit einem einzelnen Angreifer, sondern auch mit mehreren Angreifern und sogar mit einem ganzen Zusammenhang - einem Raum, einer Zeit oder einem Ereignis - spirituell verbunden zu bleiben.

 

Mushin

Das ASU Handbuch definiert Mushin als “Nicht-Geist, ein Geist ohne Ego.  Ein Geist wie ein Spiegel, der widerspiegelt ohne zu beurteilen.”  Der ursprüngliche Begriff war “mushin no shin”, oder “Geist des Nicht-Geist.” Er ist ein Geisteszustand ohne Angst, Wut oder Besorgnis. Mushin wird manchmal durch den Ausdruck “mizu no kokoro” beschrieben, der soviel heißt wie “Geist wie Wasser”.  Der Ausdruck ist eine Metapher, die einen Teich beschreibt, der in Ruhe seine Umgebung widerspiegelt, doch dessen Bilder verwirbelt un unkenntlich werden, wenn ein Kieselstein ins Wasser hineinfällt.

 

Fudoshin

Ein unerschüttlicher, unverrückbarer Geist ist der Zustand des Fudoshin.  Er ist Mut und Beständigkeit - sowohl geistig als auch körperlich offenbart. Anstatt auf starre Unbeweglichkeit hinzuweisen, beschreibt Fudoshin  einen Zustand, der nicht leicht durch innere Gedanken und externe Kräfte gestört wird. Er ist in der Lage unter Beibehaltung von Fassung und Gleichgewicht einen starken Angriff entgegenzunehmen. Er empfängt und gibt leicht nach, erdet, und wirft Aggression auf ihre Quelle zurück.

Senshin

Senshin ist ein Geist, der über die ersten vier Geisteszustände hinausgeht. Er ist ein Geist, der schützt und mit dem Universum harmoniert. Senshin ist ein Geist des Mitleids, der die gesamte Menschheit begrüßt und bedient, und dessen Zweck es ist, Zerwürfnisse in der Welt in Einklang zu bringen. (Anm.: Die ganze Welt ist natürlich hoch gegriffen, aber im eigenen Umfeld so zu wirken haben wir uns -durchaus realistisch- zum Ziel genommen.)       

Er hält das Leben für heilig. Er ist der Buddha-Geist und O-Senseis Wahrnehmung vom Zweck des Aikido.

Senshin völlig zu eigen zu machen ist grundsätzlich gleich wie erleuchtet zu werden und könnte durchaus den Rahmen des täglichen Aikido-Trainings sprengen. Nichts desto Trotz sind die ersten 4 Geister wahrscheinlich für alle ernsthaften Schüler durch Achtsamkeit und tüchtiges Training erreichbar. Die Annahme dieser vier Geisteshaltungen kann die Schüler in zahllosen Weisen bereichern.

Shoshin kann Schüler von einer frustrierenden Lernphase befreien und ihnen die Möglichkeit geben, etwas zu sehen, was sie früher nicht gesehen haben. Zanshin erhöht die gesamte Aufmerksamkeit und verbessert dadurch Randori und freies Training.  Mushin löst die Angst unter Druck und ermöglicht dadurch bessere Leistung bei Prüfungen. Fudoshin bringt das Selbstvertrauen, sich vor überwältigenden physischen Angriffen zu behaupten. Jeder ernsthafte Aikidoka soll Wege suchen, diese Budo-Geister im täglichen Training zu integrieren.

Trainingszeiten: Freitag 19:00 Uhr

Variable Trainingszeiten siehe Whatsappgruppe oder facebook

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Margit Melcher
Velmerstraße 44

A-2325 Velm